Bürodrehstühle aus italienischer Manufaktur, geprüft nach SN EN 1335
Ein Bürodrehstuhl ist das einzige Möbel, das ein Mitarbeiter acht Stunden am Tag berührt. Genau deshalb halten wir wenig davon, ihn als Ausstattungsposition zu behandeln, die über die Stückzahl entschieden wird. Die Bürodrehstühle in dieser Auswahl stammen von italienischen Herstellern, die ihre Modelle nach EN 1335 prüfen lassen — der europäischen Norm für Büro-Arbeitsstühle, die in der Schweiz als SN EN 1335 gilt — und deren Mechaniken für ein Berufsleben ausgelegt sind, nicht für eine Abschreibungsperiode.
Das Spektrum reicht vom ergonomischen Drehstuhl mit Netzrücken und Lordosenstütze für die Bildschirmarbeit über gepolsterte Modelle mit Sitztiefenverstellung bis zu 24-Stunden-Stühlen für Leitstellen und Empfangsdienste. Verstellbereiche, Gewichtsregulierung und Armlehnengeometrie folgen dem, was die SUVA in ihren Empfehlungen zur Bildschirmarbeit als gesunde Sitzposition beschreibt. Und weil in Schweizer Büros zunehmend geteilt wird — Desk Sharing, hybride Tage —, achten wir auf Mechaniken, die sich intuitiv und in Sekunden auf wechselnde Körper einstellen lassen.
La Mercanti begleitet Unternehmen in Zürich, Basel, Zug und im Mittelland von der Bedarfsanalyse über Probestellungen bis zur eingestellten Übergabe am Arbeitsplatz — seit 1997.
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Häufige Fragen
Was bedeutet «geprüft nach SN EN 1335» konkret — und was garantiert die Norm nicht?
Die Norm legt fest, was ein Büro-Arbeitsstuhl können muss: Mindest-Verstellbereiche für Sitzhöhe und Sitztiefe, Masse für Sitzbreite und Rückenlehne, Standsicherheit, Dauerbelastungsprüfungen. Lässt ein Hersteller seine Modelle nach EN 1335 prüfen, heisst das: Geometrie und Haltbarkeit sind unabhängig getestet. Was die Norm nicht garantiert: dass der Stuhl zum konkreten Menschen passt und dass er richtig eingestellt wird. Ein geprüfter Stuhl, dessen Synchronmechanik nie auf das Körpergewicht reguliert wurde, bleibt ergonomisch weit unter seinen Möglichkeiten — er ist dann nur ein sicherer Stuhl.
Für den Einkauf heisst das zweierlei. Die Prüfung nach der Norm gehört in die Offerte als Grundbedingung, über die man danach schweigen kann. Und die Einweisung der Mitarbeitenden gehört in dasselbe Projekt — sonst kauft man Verstellbereiche, die niemand nutzt.
Welche Einstellungen entscheiden nach den SUVA-Empfehlungen zur Bildschirmarbeit über gesundes Sitzen?
Drei Grundeinstellungen tragen die Sitzposition. Die Sitzhöhe: so, dass Ober- und Unterschenkel etwa einen rechten Winkel bilden und die Füsse flach stehen. Die Sitztiefe: zwischen Vorderkante und Kniekehle bleiben zwei bis drei Finger frei, damit der Rücken die Lehne erreicht. Der Gegendruck der Rückenlehne: so reguliert, dass die Lehne jeder Bewegung folgt, ohne zu drücken oder wegzukippen. Armlehnen auf Tischhöhe entlasten zusätzlich Schultern und Nacken. Die SUVA-Empfehlungen zur Bildschirmarbeit beschreiben diese Zusammenhänge als Einheit von Stuhl, Tisch und Bildschirm — der beste Stuhl korrigiert keinen zu hohen Tisch.
In der Praxis scheitert gesundes Sitzen selten am Material und häufig an der Routine: Der Stuhl wird am ersten Tag eingestellt und dann drei Jahre nicht mehr angefasst. Planen Sie eine kurze Wiederholung nach dem ersten Monat ein; der Aufwand ist minimal, und die Nackenklagen im Team gehen spürbar zurück.
Netzrücken oder Polsterrücken: Was hält einen achtstündigen Bürotag in einem Schweizer Grossraumbüro besser aus?
Für konzentrierte Bildschirmarbeit über volle Tage sprechen die Argumente eher für den Netzrücken: Er stützt grossflächig, hält den Rücken temperiert und bleibt über Jahre formstabil, weil kein Schaum ermüden kann. Der gepolsterte Rücken spielt seine Stärken dort aus, wo Sitzkultur und Erscheinung zählen — im Einzelbüro, im Sitzungszimmer, am Empfang — und bei Menschen, die punktuellen, festeren Gegenhalt bevorzugen. Die Entscheidung ist also weniger eine Geschmacksfrage als eine Frage des Nutzungsprofils.
Ein Kriterium wird dabei oft übersehen: die Qualität des Netzgewebes selbst. Elastomergewebe guter Hersteller behalten ihre Spannung über zehntausende Sitzstunden; billige Gewebe hängen nach zwei Jahren durch, und der Stuhl stützt genau dort nicht mehr, wo er sollte — in der Lendenzone. Fragen Sie nach dem Gewebehersteller und der Garantie auf die Bespannung; die Antwort sagt mehr über den Stuhl als jedes Datenblatt.
Warum ist der einstellbare Gewichtsbereich der Synchronmechanik wichtiger als die Länge der Ausstattungsliste?
Weil die Mechanik für jeden Körper anders arbeiten muss. Eine Synchronmechanik ist dann richtig eingestellt, wenn die Rückenlehne eine Person mit 55 Kilo genauso sicher auffängt wie eine mit 110 — dafür braucht sie einen breiten, fein dosierbaren Regulierbereich. Stühle mit knappem Bereich zwingen leichte Personen gegen eine zu harte Lehne und lassen schwere nach hinten fallen; keine Kopfstütze und keine 4D-Armlehne gleicht das aus. Die Ausstattungsliste beschreibt Zubehör; der Gewichtsbereich beschreibt, ob der Stuhl seine Kernaufgabe erfüllt.
Besonders kritisch wird das beim Desk Sharing, wo derselbe Stuhl täglich den Körper wechselt. Hier lohnen sich Mechaniken mit automatischer Gewichtsanpassung oder mit einer Regulierung, die ohne langes Kurbeln in Sekunden sitzt. Unsere Empfehlung für Flächen mit wechselnder Belegung: erst die Mechanik auswählen, dann über Farben sprechen.
Bürodrehstühle beschaffen, ohne die Ergonomie an die Stückzahl zu verlieren: das Vorgehen für Schweizer Unternehmen
Bei zwanzig oder zweihundert Stühlen entscheidet das Vorgehen über das Ergebnis. Wer zuerst Modelle vergleicht, endet beim Katalog; wer zuerst die eigenen Arbeitsplätze versteht, endet bei Stühlen, die getragen werden. Die Reihenfolge ist kein Detail: Nutzungsprofil, Anforderungsliste, Test am echten Arbeitsplatz, Einstellung nach der Lieferung. Vier Schritte, die sich in Projekten in Zürich, Basel und im Mittelland bewährt haben — und die verhindern, dass Ergonomie auf dem Papier bleibt.
Schritt 1 — Beginnen Sie mit der Zustandsaufnahme der Stühle, die schon im Haus stehen
Der schnellste Weg zum richtigen Stuhl führt über die falschen, die bereits im Haus stehen. Gehen Sie durch die Flächen und nehmen Sie die bestehende Flotte auf: Welche Mechaniken sind arretiert, weil sie nie jemand erklärt hat? Wo wurde ein Sitzungsstuhl an den Bildschirmplatz gezogen, wo liegt ein privates Kissen auf der Sitzfläche? Solche Befunde zeigen präziser als jede Wunschliste, woran die letzte Beschaffung gescheitert ist — und was die nächste leisten muss.
Ordnen Sie die Befunde anschliessend nach Arbeitsplatztypen: konzentrierte Bildschirmarbeit, Desk-Sharing-Zonen mit täglich wechselnden Körpern, der Empfang, der auch am Abend besetzt ist, die Leitstelle im Schichtbetrieb mit ihren verstärkten 24-Stunden-Modellen, der CAD-Platz mit zwei grossen Bildschirmen. Halten Sie zu jedem Typ das Körperspektrum fest — in einem Team von vierzig Personen liegen zwischen der kleinsten und der grössten Person schnell vierzig Zentimeter, und der Stuhl muss beide Enden mit Reserven bedienen. Ein halber Tag mit Grundrissplan und offenen Augen ersetzt die halbe Katalogphase; vor allem verhindert er, dass Sonderplätze im Standardraster untergehen — der Empfang und die Leitstelle verzeihen den Standardstuhl am wenigsten.
Schritt 2 — Übersetzen Sie das Profil in eine Anforderungsliste mit der Norm als Boden
Die Prüfung nach EN 1335 — in der Schweiz als SN EN 1335 übernommen — gehört als Grundbedingung in jede Ausschreibung und jede Offerte: Sie sichert Masse, Verstellbereiche und Dauerhaltbarkeit ab, unabhängig geprüft bei den Herstellern. Darüber liegt Ihre eigentliche Liste, und sie kommt aus Schritt 1: Synchronmechanik mit breitem Gewichtsbereich, Sitztiefenverstellung bei gemischtem Körperspektrum, höhenverstellbare Armlehnen dort, wo lange am Bildschirm gearbeitet wird, Netz- oder Polsterrücken je nach Fläche und Sitzkultur.
Ziehen Sie die SUVA-Empfehlungen zur Bildschirmarbeit als Referenz für den ganzen Arbeitsplatz bei — Stuhl, Tisch, Bildschirm und Licht bilden ein System, und die beste Mechanik korrigiert keine falsche Tischhöhe. Halten Sie ausserdem fest, was nach dem Kauf zählt: Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Garantie auf Mechanik und Bespannung, Ansprechpartner für den Service. Eine Anforderungsliste mit diesen zwölf, fünfzehn Zeilen macht Offerten vergleichbar und schützt vor dem Stuhl, der nur im Prospekt ergonomisch ist. Zwei Stufen genügen dabei: Muss-Kriterien für alle Plätze, Zusatzkriterien für die Sonderplätze aus Schritt 1.
Schritt 3 — Lassen Sie die Probestellung entscheiden — besetzt mit den Risikoprofilen des Hauses
In der Schweiz ist die Probestellung ein eingespieltes Institut, und sie ist zuverlässiger als jede Ausstellungsrunde — wenn die richtigen Personen testen. Wählen Sie die Testenden nach Risiko statt nach Hierarchie: zuerst Mitarbeitende mit Rückengeschichte, denn sie spüren eine schwache Lendenstütze Tage bevor andere sie bemerken; dann die Desk-Sharing-Zone, wo derselbe Stuhl im Tagesrhythmus den Körper wechselt und jede umständliche Verstellung sofort auffällt. Bestehen die Modelle bei diesen beiden Gruppen, ist das Urteil belastbar — dort sitzt die Beanspruchung, an der Beschaffungen scheitern.
Lassen Sie jeden Teststuhl zu Beginn korrekt einstellen, am besten angeleitet — ein falsch eingestellter Teststuhl produziert ein falsches Urteil. Verzichten Sie auf lange Bögen und setzen Sie auf das Gespräch: am Ende der Probestellung eine Viertelstunde mit jeder Testperson, mit drei offenen Fragen — was hat gestört, was wurde verstellt, was würde fehlen, wenn der Stuhl morgen abgeholt würde? In diesen Gesprächen kommen die Beobachtungen zur Sprache, die kein Formular erfasst: das Klappern einer Armlehne, ein Gewebe, das am Hemd zieht, eine Lehne, die beim Aufstehen nachschlägt. Halten Sie die Antworten kurz schriftlich fest und legen Sie sie der Offerte bei; so wird aus dem Eindruck der Testenden eine dokumentierte Entscheidung, die auch vor der Geschäftsleitung Bestand hat.
Schritt 4 — Kaufen Sie die Einstellung mit, nicht nur die Stühle
Der Moment der Lieferung entscheidet über den Nutzen der ganzen Beschaffung. Ein Bürodrehstuhl entfaltet seine Wirkung erst, wenn er auf die Person eingestellt ist, die auf ihm arbeitet: Gewichtsregulierung, Sitzhöhe, Sitztiefe, Armlehnen — vier Handgriffe, die kaum jemand von selbst richtig ausführt. Vereinbaren Sie deshalb die Einweisung als Teil der Lieferung: eine kurze, persönliche Einstellung pro Arbeitsplatz und eine Anleitung, die am Stuhl bleibt, statt im Intranet zu verschwinden.
Planen Sie ausserdem einen zweiten Durchgang ein, sobald sich die Gewohnheiten gesetzt haben — erfahrungsgemäss nach gut einem Monat; rund die Hälfte der Feineinstellungen wird dann noch einmal angepasst. La Mercanti organisiert Probestellungen und die eingestellte Übergabe für Unternehmen in der ganzen Schweiz — es ist der Teil des Projekts, der über Jahre nachwirkt, obwohl er im Projektplan die kleinste Zeile ist. Benennen Sie zusätzlich eine interne Ansprechperson für Sitzfragen: Neue Mitarbeitende erhalten so vom ersten Tag an einen richtig eingestellten Stuhl, und kleine Defekte werden gemeldet, bevor sie zu Ersatzkäufen führen.