Designfliesen für Büroräume: Keramik, die länger hält als die nächste Renovierung

Keramik kann einfach Oberfläche sein. Oder sie wird Architektur. Bei La Mercanti kuratieren wir Keramik, die eine Fläche nicht nur bekleidet, sondern ihr Haltung gibt: Materialtiefe statt Dekor, haptische Texturen statt Lautstärke, ein neutrales Farbspektrum mit präzisen, mutigen Akzenten – dort, wo es Sinn macht.

Diese Auswahl steht für zeitgenössisches Design auf hohem Niveau. Sie entsteht aus der Zusammenarbeit mit internationalen Designer: innen und aus industrieller Experimentierfreude, die Ästhetik und Funktion zusammenbringt. Und sie trägt trotzdem eine stille, fast handwerkliche Qualität in sich – wie neu gedacht “wie früher”, aber mit der Performance von heute: von Feinsteinzeug bis Mosaik, für Boden und Wand. Wir haben das Office-Bad als eigenes Ambiente aufgenommen, weil es ein Wahrheitsraum ist. Besuchende sehen es kurz. Teams erleben es täglich. Wenn hier Material, Licht und Proportion stimmen, kommuniziert das Kompetenz – ohne Worte. 

Nicht “mehr”, sondern besser. Nicht Trend, sondern Signatur.

Marken
Designer
Din

Din

CHF 226,05 /Karton
Mutina
Tex

Tex

CHF 195,43 /Karton
Mutina

Häufige Fragen

Muss ich für ein Büroprojekt mit Minergie-Zertifizierung eine spezielle Keramik wählen?

Nein — aber die richtige Begleitung wählen. Keramik selbst ist VOC-frei und stellt bei Minergie, Minergie-P oder Minergie-A kein Hindernis dar. Ausschlaggebend ist das Verlegesystem: Verlege- und Fugenmörtel müssen EMICODE EC1 oder EC1+ zertifiziert sein, damit der gesamte Bodenaufbau als emissionsarm klassiert werden kann. Diesen Nachweis übersehen viele Planungsbüros — und stellen ihn erst bei der Zertifizierungsabnahme nach. Wer das System frühzeitig koordiniert, spart sich eine Nachdokumentation, die im schlechtesten Fall mehrere Tausend Franken kostet.

Woran erkennt ein erfahrener Planer, ob eine Keramikkollektion für ein repräsentatives Büroprojekt taugt — jenseits von PEI-Werten und Datenblättern?

Das Datenblatt sagt, ob eine Keramik technisch geeignet ist. Es sagt nicht, ob sie in zwanzig Jahren noch richtig wirkt. Was erfahrene Planer zusätzlich prüfen: erstens die Farbkonsistenz über grosse Flächen — eine Farbe, die im Muster überzeugend ist, kann auf 200 m² monoton oder unruhig werden, je nach Lichteinfall und Chargenvariation. Zweitens die Fuge als Gestaltungselement: Minimale Fugen (1 mm) fordern präzise Verlegung und einen tadellosen Untergrund — sie verzeihen nichts. Drittens die Alterungsästhetik: Feinsteinzeug mit matter Oberfläche zeigt nach Jahren Gebrauchsspuren, die bei bestimmten Farbtönen (Mittelgrau, Beige) als Patina wirken, bei anderen (Tiefschwarz, Reinweiss) als Verschleiss. Diese Fragen beantwortet kein Datenblatt. Sie beantwortet die Erfahrung mit dem Material über Zeit — und das Gespräch mit jemandem, der das Projekt wirklich kennt.

Welche Rutschhemmung und Abriebklasse braucht Keramik in Empfang, Flur und Direktionsbad eines Schweizer Bürogebäudes?

Massgebend ist die Nutzung der Zone, nicht der Katalog. Eingang und Flur mit Trolley- und Publikumsverkehr verlangen eine hohe Abriebklasse (PEI IV) und eine Rutschhemmung von mindestens R10; ein Direktionsbad kommt mit einer geringeren Abriebklasse aus, braucht dafür im Nassbereich eine höhere Rutschhemmung. Wer beide Werte pro Zone festlegt und mit dem Datenblatt des Herstellers abgleicht, vermeidet die teuerste Korrektur: eine Kollektion, die schön ist und nach zwei Jahren an der Eingangstür stumpf wird.

Designkeramik für ein anspruchsvolles Büroprojekt auswählen: fünf Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge

Fünf Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge, um Designkeramik für ein anspruchsvolles Schweizer Büroprojekt auszuwählen – vom Raumcharakter bis zur Langzeitperspektive.

Schritt 1 — Raumcharakter vor Materialcharakter.

Bevor Sie eine Kollektion öffnen: Was soll dieser Raum in zehn Jahren über das Unternehmen sagen? Beständigkeit, Präzision, Offenheit, Wärme? Die Antwort bestimmt die Materialsprache — nicht umgekehrt. Feinsteinzeug spricht von Dauerhaftigkeit und Klarheit. Glasierte Keramik mit Reliefstruktur spricht von Handwerk und Tiefe. Wer zuerst das Material wählt und dann die Frage stellt, kommt oft an den falschen Ort.

Schritt 2 — Nutzungszonen klassifizieren.

Jede Zone hat eigene technische Mindestanforderungen: Eingang und Flur mit Trolleyverkehr verlangen PEI IV und R10. Das Direktionsbad am Boden PEI III, R10 — an der Wand ab 30 cm Höhe sind die technischen Anforderungen frei, die gestalterischen offen. Wer diese Matrix vor der Kollektionswahl aufstellt, verhindert nachträgliche Kompromisse zwischen Ästhetik und Anforderung.

Schritt 3 — Format auf den Raumraster abstimmen.

Zeichnen Sie das Fugenbild auf den Grundriss. Ein Grossformat, dessen Fugenlinien nicht mit Türöffnungen und Raumkanten harmonieren, wirkt nach der Verlegung wie ein Fehler — auch wenn er geometrisch korrekt ist. Dieser Schritt kostet dreissig Minuten. Eine nachträgliche Formatänderung kostet vier bis sechs Wochen Lieferzeit und eine Neukalkulation.

Schritt 4 — Systemverbund als Einheit spezifizieren.

Keramik, Kleber, Fugenmasse und Untergrundanforderung gehören in eine einzige Spezifikation. Für Projekte mit Minergie-P- oder SNBS-Anforderungen: Emicode EC1 Plus für Kleber und Fugenmasse, Ebenheitstoleranz nach SIA 251 für den Untergrund, Verfahren Buttering-Floating ab Plattenformat 60×60 cm. Diese vier Parameter schliessen die häufigsten Ausführungsfehler aus.