Glastrennwände und Bürotrennwände nach SIA 181 — Minergie-kompatibel, nach Mass gefertigt in Italien
Die Diskussion um das Grossraumbüro ist in der Schweiz entschieden — nicht zugunsten einer Seite, sondern zugunsten der Zonierung. Wer heute in Zürich, Basel oder Zug Flächen plant, trennt Räume, ohne Licht zu opfern: mit Glastrennwänden und Bürotrennwänden, die Tageslicht durch die gesamte Gebäudetiefe führen und trotzdem Vertraulichkeit schaffen, wo Gespräche sie verlangen.
Die Systeme, die wir aus italienischer Fertigung konfigurieren, sind auf Projekte ausgelegt, die auf die Anforderungen der SIA 181 an den Schallschutz zielen: raumhohe Elemente, Doppelverglasung wo nötig, präzise Anschlussdetails an Boden, Decke und Fassade — dort entscheidet sich die Akustik, nie im Prospekt. In Minergie-Projekten fügen sich die Trennwände in das Lüftungs- und Tageslichtkonzept des Gebäudes ein, statt es zu stören. Jedes Element wird nach Mass gefertigt; Altbaudecken, Doppelböden und ungleiche Achsraster sind in unseren Projekten der Normalfall, keine Ausnahme.
Vollglas, Rahmenprofile in Schwarz oder Aluminium natur, integrierte Türen, geschlossene Paneele als Ergänzung: Die Auswahl folgt dem Grundriss, nie umgekehrt. La Mercanti begleitet Trennwandprojekte in der Schweiz von der ersten Grundrissskizze bis zur montagefertigen Lieferung — mit technischer Dokumentation, die der Bauleitung standhält.
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Häufige Fragen
Eine Trennwand kann nicht nach SIA 181 zertifiziert sein — was bedeutet die Norm dann für die Systemwahl?
Die SIA 181 regelt den Schallschutz im Hochbau: Sie stellt Anforderungen an Räume und Gebäude, keine an einzelne Möbel oder Ausbauelemente. Eine Glastrennwand «erfüllt» die Norm deshalb nie für sich allein — sie trägt dazu bei, dass ein Raum die Anforderungen erreicht, auf die das Projekt ausgelegt ist. Entscheidend sind drei Dinge: der Aufbau des Elements (Glasdicken, Scheibenzwischenraum bei Doppelverglasung, Dichtungsebenen), die geprüften Laborwerte, die der Hersteller für genau diese Konfiguration ausweist, und die Ausführung der Anschlüsse an Boden, Decke und Fassade, denn Schall sucht sich die schwächste Fuge.
Für die Praxis heisst das: Legen Sie mit der Bauherrschaft fest, welche Räume welchen Vertraulichkeitsgrad brauchen, und lassen Sie den Akustiker oder die Fachplanung daraus Zielwerte je Raum ableiten. Der Anbieter schuldet dann die Konfiguration, die diese Werte im eingebauten Zustand erreicht — mit dem Nachweis für genau den Aufbau, der geliefert wird. So bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört: die Zielsetzung bei der Planung, der Nachweis beim Lieferanten.
Wir mieten unsere Büroflächen: Was geschieht mit massgefertigten Trennwänden, wenn wir ausziehen oder umbauen?
Die Antwort entscheidet sich weniger an der Wand als am Mietverhältnis: Massgebend ist, welcher Ausbauzustand bei der Rückgabe geschuldet ist — und genau das gehört mit der Eigentümerschaft geklärt, bevor bestellt wird. Ein Trennwandsystem, das die Mietsache nicht antastet, verschafft Ihnen in diesem Gespräch eine starke Position: Die Fläche lässt sich in den vereinbarten Zustand zurückführen, ohne dass daraus ein Bauprojekt wird. Halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest — inklusive der Frage, welche Anschlüsse an Boden und Decke als Eingriff gelten und welche nicht.
Beim Umbau innerhalb der eigenen Fläche zählt der Werterhalt: Massgefertigte Elemente sind kein verlorener Ausbau, wenn das System eine zweite Nutzung konstruktiv vorsieht — bis hin zur werkseitigen Aufarbeitung, nach der ein Element im neuen Grundriss wieder wie am ersten Tag steht. Wer diese Perspektive beim Systementscheid mitdenkt, kauft die Wand für die Lebensdauer der Organisation, nicht für einen einzelnen Grundriss.
Wie schafft eine Kanzlei oder Bank Vertraulichkeit, ohne die offene Architektur des Gebäudes aufzugeben?
Vertraulichkeit hat zwei Dimensionen, die oft verwechselt werden: Hören und Sehen. Gegen das Mithören wirken raumhohe Elemente, Doppelverglasung und vor allem eine dicht schliessende Tür mit absenkbarer Bodendichtung — offene Fugen machen jede Investition in Glasdicken zunichte. Gegen das Zuschauen wirkt Glas, das keineswegs durchgehend klar sein muss: satinierte Bänder auf Sitz- und Stehhöhe, bedruckte Zonen oder integrierte Lamellen lassen Tageslicht durch und nehmen dem Flur trotzdem den Einblick auf Bildschirme und Gesichter.
In den Projekten, die wir für Kanzleien und Finanzdienstleister in Zürich und Zug begleiten, hat sich eine Abstufung bewährt: volle Transparenz für Sitzungszimmer, die Offenheit zeigen dürfen, satinierte Zonen für Besprechungen mit Klienten, geschlossene Rückwände dort, wo Aktenmaterial liegt. So bleibt das Gebäude hell — und das Mandat geschützt.
Der Neubau ist als Minergie-Projekt geplant: Welche Rolle spielen Trennwände dabei überhaupt?
Minergie zertifiziert das Gebäude, nie das Mobiliar — eine Trennwand ist also weder «Minergie-zertifiziert» noch muss sie es sein. Relevant wird sie an drei Stellen. Erstens beim Lüftungskonzept: Raumhohe Abschottungen verändern, wie Luft durch die Fläche strömt; wer Trennwände setzt, ohne die HLK-Planung einzubeziehen, riskiert Räume, die im zertifizierten Gebäude schlecht belüftet sind. Zweitens beim Tageslicht: Glas erhält die Tageslichtautonomie, die im Energiekonzept eingerechnet ist, während geschlossene Wände Kunstlichtbedarf erzeugen. Drittens bei den Materialien: emissionsarme Oberflächen unterstützen die Raumluftqualität, die der Standard anstrebt.
Operativ heisst das: Legen Sie den Trennwandspiegel der Fachplanung für Heizung, Lüftung und Klima vor, bevor bestellt wird. «Minergie-kompatibel» ist keine Eigenschaft, die ein Produkt für sich allein besitzt — es ist das Ergebnis dieser Koordination.
Wer Trennwände als Möbel behandelt, verliert Licht, Akustik und Rückbaufähigkeit: die vier Weichen der Planung
Glastrennwände entscheiden früh über Dinge, die später teuer werden: wie tief Tageslicht in die Fläche reicht, ob Gespräche im Sitzungszimmer bleiben, was beim Auszug aus der Mietfläche geschieht. Trotzdem tauchen sie in vielen Projekten erst auf, wenn Grundriss und Haustechnik längst festgelegt sind. Diese Anleitung stellt die Reihenfolge richtig: vier Weichen, die gestellt sein müssen, bevor ein System gewählt wird — gedacht für Bauherrschaften, Architekten und Facility-Verantwortliche in der Schweiz.
Weiche 1 — Vertraulichkeit je Raumtyp definieren statt pauschal «Schallschutz» zu fordern
Der häufigste Planungsfehler bei Bürotrennwänden ist die pauschale Anforderung: «gute Akustik» für alle Räume. Das führt entweder zu einem überteuerten Standard, den niemand braucht, oder zu Sitzungszimmern, in denen jedes Wort im Flur ankommt. Der bessere Weg beginnt mit einer Liste: Welche Räume brauchen Ruhe zum Arbeiten, welche normale Gesprächsdiskretion, welche echte Vertraulichkeit für Personal-, Mandats- oder Zahlengespräche?
Für Projekte, die auf die Anforderungen der SIA 181 zielen, gehört diese Klassierung in die Hände des Akustikers oder der Fachplanung — die Norm adressiert das Gebäude, und die Trennwand ist eines von mehreren Bauteilen, die zum Ergebnis beitragen. Je Raumklasse entsteht daraus eine überprüfbare Vorgabe für das Trennwandsystem: Elementaufbau, Verglasung, Türqualität. Ein Sitzungszimmer für Mandatsgespräche verlangt dabei anderes als ein Projektraum, der vor allem Ruhe zum Arbeiten braucht — und beides steht im selben Grundriss.
Halten Sie diese Vorgaben in der Leistungsbeschreibung fest, bevor Offerten eingeholt werden. Nur so sind Offerten vergleichbar — und nur so lässt sich nach der Montage prüfen, ob geliefert wurde, was vereinbart war.
Weiche 2 — Tageslicht führen: Verglasungsanteil und Transparenzgrad je Zone festlegen
Der Grund, Glastrennwände zu wählen, ist fast immer das Licht: Schweizer Bürogebäude mit tiefen Grundrissen verlieren ohne transparente Innenwände die Tageslichtqualität in der Gebäudemitte. Wer hier mit Gipswänden zoniert, bezahlt die Entscheidung jahrzehntelang mit Kunstlicht.
Transparenz ist dabei kein Alles-oder-nichts. Vollverglasung eignet sich für Zonen, die Offenheit zeigen dürfen: Projekträume, interne Sitzungszimmer, Begegnungszonen. Satinierte Bänder auf Augenhöhe schützen Bildschirme und Gesichter, ohne das Licht zu nehmen. Geschlossene Paneele gehören dorthin, wo Regale, Technik oder Aktenmaterial ohnehin die Sicht verstellen würden. In Minergie-Projekten kommt ein weiterer Grund dazu: Die Tageslichtplanung ist Teil des Energiekonzepts des Gebäudes, und raumhohe Verglasung erhält, was dort eingerechnet wurde.
Zeichnen Sie den Transparenzgrad in den Grundriss ein wie eine Materialangabe — je Wandabschnitt, nie pauschal je Raum. Die Fertigung nach Mass macht diese Differenzierung planbar: Jedes Element wird ohnehin einzeln gezeichnet und produziert. So entsteht eine Fläche, die Licht verteilt und Diskretion dort konzentriert, wo sie hingehört.
Weiche 3 — Anschlüsse und Tür prüfen: dort entsteht die Qualität, die man später hört
Zwei Trennwandsysteme können im Prospekt identisch aussehen und sich im gebauten Zustand fundamental unterscheiden. Der Unterschied liegt selten im Glas. Er liegt in den Anschlüssen: Wie nimmt das Bodenprofil ein Gefälle auf? Wie schliesst das System an eine Fassade mit Konvektoren an? Was geschieht an der Decke, wenn dort Kühlsegel oder Akustikelemente hängen? Verlangen Sie die Detailzeichnungen genau dieser Punkte für Ihr Gebäude — ein seriöser Anbieter hat sie, ein Händler von Katalogware weicht aus.
Die Tür verdient eine eigene Prüfung, denn sie bestimmt die akustische Leistung des ganzen Raums: Türblattaufbau, umlaufende Dichtungen, absenkbare Bodendichtung, Bänder, die das Gewicht über Jahre halten. Eine raumhohe Glastür ohne Dichtungsebene macht die beste Wand daneben wirkungslos. Prüfen Sie auch die Bänder auf Justierbarkeit: Eine Glastür, die nach zwei Jahren schleift, ist ein Planungsfehler, kein Verschleiss.
Bewerten Sie Offerten deshalb nach Detailtiefe. Wo Anschlusszeichnungen, Prüfwerte der Gesamtkonfiguration und Angaben zur Türtechnik fehlen, vergleichen Sie am Ende Bilder — und kaufen die Katze im Sack.
Weiche 4 — Rückbau und zweite Nutzung von Anfang an einrechnen
Werterhalt ist bei Trennwänden eine Frage der Konstruktion: Ein System, das nur einmal aufgebaut werden kann, hat sein zweites Leben schon verspielt — und damit einen erheblichen Teil seines Werts. Achten Sie auf trockene Montage ohne verklebte oder vergossene Verbindungen, auf ein Rastermass, das gängigen Bürogrundrissen entspricht, und auf die Verfügbarkeit einzelner Komponenten über die Jahre — Dichtungen, Bänder, Gläser. Fragen Sie den Anbieter ausserdem, ob demontierte Elemente werkseitig aufgearbeitet werden können: Das verlängert den Lebenszyklus um eine ganze Nutzungsgeneration.
Die zweite Nutzung beginnt oft früher als gedacht: Organisationen ändern sich schneller als Gebäude, Etagen werden neu zugeschnitten, Teams wachsen zusammen oder auseinander. Elemente, die heute ein Sitzungszimmer fassen, möblieren in fünf Jahren einen Projektraum am anderen Ende des Hauses — vorausgesetzt, das System und seine Dokumentation machen das möglich.
Dokumentieren Sie dafür bei der Abnahme, was später niemand mehr rekonstruieren kann: Elementliste mit Massen, Montageanleitung, Bezugsquellen für Verschleissteile. Zwanzig Minuten Aufwand, die den Wiederaufbau am neuen Standort um Wochen verkürzen können.