Messen statt kompensieren: die Position, die Emeco 2020 bezogen hat

Emeco Stühle aus Recyclingaluminium in einem Schweizer Restaurant

Zwei Wege stehen offen, wenn ein Hersteller seine Umweltwirkung ernst nimmt. Der bequeme führt über zugekaufte Ausgleichszertifikate. Emeco hat 2020 den anderen gewählt: den Fussabdruck der eigenen Produkte messen, deklarieren und dann verkleinern. Die Begründung des Hauses ist unbequem ehrlich — klimaneutral klinge gut, doch jedes Produkt habe eine Wirkung, und Messen sei der erste Schritt, um sie zu senken. Dazu passt ein zweiter Satz aus demselben Haus: ein recycelbares Produkt ist gut, ersetzt aber kein Produkt, das lange hält.

Wer in der Schweiz ausschreibt, bekommt damit etwas Seltenes in die Hand: Zahlen pro Produkt statt Absichtserklärungen, dazu Unterlagen zu Inhaltsstoffen und Emissionen. La Mercanti stellt diese Unterlagen für Schweizer Projekte zusammen und begleitet die Kollektionen von der Ausschreibung bis zur montierten Fläche.