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Wer beim se:air nach der Einstellung sucht, findet drei Winkel, die Sedus festgelegt hat, damit der Nutzer es nicht muss. Der erste ist statisch: die Sitzfläche ist um 4° geneigt und hält das Becken aufrecht. Der zweite ist Bewegung: die Kinetic-Swing-Mechanik lässt den Sitz um 5° nach vorn schwingen, mit einem leichten seitlichen Spiel, das im Preisliste-Text als ergonomisch wirksam beschrieben wird, weil es zum Haltungswechsel anregt. Der dritte ist Freiheit: die Lehne öffnet um 18°, und ihr Gegendruck richtet sich nach dem Gewicht, das die Mechanik beim Hinsetzen liest.
Die drei Zahlen ersetzen am Bürodrehstuhl von Konstantin Thomas, Sedus Design Team, die Drehknöpfe anderer Stühle. Übrig bleiben ein Hebel für die Sitzhöhe und ein Schieber, der die Lehne vorn arretiert. Sitzfläche und Lehne bestehen aus einem einzigen Gestrick, in Deutschland gefertigt und nahtlos in den Polyamidrahmen gespannt, im Sitz dichter gewirkt als in der Lehne; Sedus rundet das Gewicht des Stuhls auf 12 kg. Als zertifizierter Bürostuhl nach SN EN 1335 trägt er das GS-Zeichen für Nutzer bis 130 kg.
Fünf einfarbige Ausführungen, von Schwarz bis Nachtblau, decken die Varianten ab: der Drehstuhl für den Arbeitsplatz, die Counter-Version mit Aluminiumfusskreuz und Fussring für Stehpulte und Theken, die Brandschutz-Ausführung 6044, die nur mit der schwarzen Bespannung M2A geliefert wird. Einen Besucherstuhl gibt es nicht; im Sitzungszimmer, das Sedus ausdrücklich als Einsatzort nennt, übernimmt der Drehstuhl auch den Platz gegenüber. La Mercanti schreibt die drei Winkel auf die Musterkarte, die mit dem Stuhl in die Schweizer Verzollung geht, damit der Vergleich mit dem bisherigen Stuhl an Zahlen hängt und nicht am Gefühl.
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Nicht in der Serie: Code 1800 ist der Stuhl ohne, Code 1801 die höhenverstellbare Lordosenstütze als Option. Sie sitzt hinter der Membran, wird bei entlasteter Lehne mit beiden Händen nach oben oder unten geschoben und kommt in der Modellfarbe, also weiss am weissen und rot am roten Stuhl. Das GS-Zertifikat führt den se:air mit dieser Stütze als geprüfte Ausstattung.
Harte Rollen (Code 2700) sind Serie und für weiche, textile Böden gedacht; für Parkett, Stein und Kunststoffbeläge bestellt man die weichen Rollen 2701. Beide sind Doppelrollen mit Ø 65 mm und lastabhängiger Bremse. Den Schutzring gibt es mit Code 6216 an jedem Fusskreuz; die Variante ohne Ring, 6226, ist nur beim schwarzen Fusskreuz wählbar.
Ja, mit Code 6044, allerdings nur in Verbindung mit der schwarzen Membran M2A; die Preisliste ordnet die Version der Brandschutznorm UNI Klasse 1.IM zu. Die Modellfarbe bleibt frei wählbar, nur die Bespannung ist dann schwarz. Mechanik, Armlehnen und Fusskreuz ändern sich nicht.
Die Aktion Gesunder Rücken e. V. hat den se:air am 16. Juni 2023 in der Kategorie Mehrzweckstühle ausgezeichnet, auf demselben Zertifikat wie den se:kit mit Kinetic-Swing-Mechanik. Geprüft und empfohlen wird das Siegel vom Bundesverband deutscher Rückenschulen und vom Forum Gesunder Rücken. Sedus führt es auf der Produktseite neben GS, GREENGUARD, Quality Office und der TÜV-Schadstoffprüfung.
Die Umweltproduktinformation listet die Regeln: Bezüge nicht verklebt, Verchromung mit Chrom III, Bezugsstoffe nach OEKO-TEX Standard 100, Fertigung mit 100 % Ökostrom nach DIN EN ISO 9001, 14001, 50001 und DIN ISO 45001. Die Ökobilanz nach DIN EN 15804 stammt von Sphera Solutions; Sedus bezieht rund zwei Drittel von Stahl, Aluminium und Holz in Deutschland und fast alles Übrige in Europa.
Der se:air hat keine Polsterung, die man abnehmen könnte, und eine Membran, die nur das Werk tauscht. Fünf Schritte aus der Sedus-Anleitung, vom Staubsauger bis zum Reinigungsschaum.