Theater- und Saalbestuhlung

Eine Saalbestuhlung prägt einen Gemeindesaal, ein Kulturhaus oder eine Aula über Jahrzehnte. Was sie taugt, zeigt sich nicht am Eröffnungsabend, sondern im zehnten Winter: wenn Klappsitze täglich auf- und zuschwingen, Bezüge Hunderte Anlässe hinter sich haben und ein einzelnes Scharnier ersetzt werden muss, ohne die ganze Reihe auszubauen. Wer die Saalbestuhlung zusammen mit Architektin, Akustiker und Hauswart plant, findet Lösungen, die im Betrieb tragen: Reinigung unter den Reihen, Zugang zu den Leuchten, Lagerplatz für Ersatzteile im Haus.

Darum planen wir eine Theaterbestuhlung vom Schnitt des Saals aus: Neigung, Kurven der Reihen und Sicht auf die Bühne bestimmen Sitzhöhe, Reihenabstand und Befestigung. Für die Beschaffung zählen geprüfte Werte – die Gebrauchsstufe nach der europäischen Norm EN 12727, die Zyklen der Klappmechanik und eine Ersatzteilliste je Bauteil. Farben, Nummerierung und Holzteile lassen sich auf den Raum abstimmen.

Wir arbeiten mit italienischen Herstellern wie Lamm. Für Unterrichtsräume mit Schreibflächen finden Sie separat unser Hochschul- und Schulmobiliar.

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Häufige Fragen

Wie lange hält die Klappmechanik eines Saalsessels, und was passiert bei einem Defekt?

Massgebend ist die Zahl der Zyklen, die der Hersteller im Labor nachweist, und nicht eine Garantiedauer in Jahren. Lassen Sie sich den Prüfbericht zur Mechanik zeigen und fragen Sie, welche Teile einzeln ersetzt werden können: Feder, Lager, Sitzschale, Bezug. Gute Systeme erlauben den Tausch eines einzelnen Sitzes, ohne Nachbarplätze zu demontieren. Vereinbaren Sie eine Liste der Ersatzteile und deren Verfügbarkeit über mehrere Jahre schon mit dem Kauf.

Wie entsteht aus dem Schnitt des Saals ein Bestuhlungsplan?

Zuerst wird die Sichtlinie jedes Platzes zur Bühnenkante geprüft: Daraus folgen die Stufenhöhen und, bei flachen Sälen, das Versetzen der Sitze in den Reihen. Geschwungene Reihen richten den Blick zur Mitte und brauchen Sitze mit leicht unterschiedlicher Breite. Erst wenn Neigung, Kurven und Gänge feststehen, lohnt der Vergleich von Modellen. Ein Plan, der am Schnitt entsteht, vermeidet Plätze mit verdeckter Sicht.

Welche Unterlagen braucht es, um eine Offerte für eine Saalbestuhlung einzuholen?

Pläne mit Grundriss und Schnitt, die gewünschte Platzzahl, die Lage von Gängen und Rollstuhlplätzen und die Vorgaben der Gemeinde oder der Bauherrschaft zum Brandschutz. Hilfreich sind Fotos des Bodens, falls bestehende Verankerungen genutzt werden sollen, sowie der Zeitraum für die Montage. Mit diesen Angaben erstellen wir eine belastbare Offerte, ohne Annahmen zu treffen. Je vollständiger die Unterlagen, desto weniger Nachträge braucht es später.

Lassen sich Farben, Holz und Nummerierung auf den Saal abstimmen?

Ja, und das gehört zur Planung, nicht zur letzten Bemusterung. Bezugsstoffe und Farben werden auf Wände, Boden und Licht des Saals abgestimmt, Seitenteile und Rücken können in Holz oder lackiert ausgeführt werden. Für die Nummerierung von Reihen und Plätzen gibt es Lösungen am Sitz, an der Seitenwange oder am Boden. Ein Muster-Sitz im Saal zeigt, wie Farbe und Licht wirklich zusammenspielen. So entsteht ein Saal, der als Ganzes wirkt.

Saalbestuhlung offerieren lassen: vier Arbeitsschritte für Gemeinden und Hochschulen

Ob Mehrzweckhalle oder Aula: Mit diesen vier Arbeitsschritten erhalten Sie Offerten, die sich Punkt für Punkt vergleichen lassen.

Bestand erfassen und Pläne zusammenstellen

Sammeln Sie Grundriss, Schnitt und Fotos des Saals, inklusive Bodenaufbau und Stufen. Notieren Sie, ob der Saal auch für Bankette oder Sport genutzt wird – das entscheidet zwischen fester und demontierbarer Bestuhlung. Halten Sie ausserdem fest, welche Anlässe der Saal im Jahreslauf aufnimmt, vom Konzert bis zur Gemeindeversammlung, und wer ihn betreut.

Platzzahl und Erschliessung bestimmen

Legen Sie die Kapazität, die Rollstuhlplätze und die Gänge fest und stimmen Sie sie mit den Brandschutzvorgaben der Bauherrschaft ab. Erst danach werden Reihenabstand und Sitzbreite fixiert. Planen Sie auch Begleitplätze und eine Reserve für spätere Anpassungen ein, damit der Plan nicht bei der ersten Änderung kippt.

Geprüfte Werte verlangen

Fordern Sie für den ganzen Sitz einen Nachweis zum Brandverhalten, für fest montierte Sitze die Prüfstufe gemäss EN 12727 und für die Klappmechanik die getesteten Zyklen, jeweils mit Bericht. So stehen in jeder Offerte dieselben Grössen. Bestimmen Sie auch das Format der Unterlagen, so bleibt die Bewertung der Offerten für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Gestaltung und Unterhalt festhalten

Bestimmen Sie Farben, Holz, Nummerierung und allfällige Schreibtablare. Halten Sie Ersatzteile, Reinigung der Bezüge und die Montage in den Ferienwochen schriftlich fest. Ein Muster-Sitz im Saal zeigt vor der Bestellung, wie Bezug, Holz und Licht zusammenwirken, und spart spätere Diskussionen in der Kommission.