Was schwebt Ihnen vor?
Projektkonditionen für Unternehmen, Fachkunden und Planungsbüros
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Im Katalog ist es eine Zeile, im Gewebe sind es zwei Garne. Das elastische Netz der Cloud Chair besteht zu 70 % aus Polyester-Elastomer und zu 30 % aus Polyester, der im Faden gefärbt ist. Zusammen ergeben sie ein zweifarbiges Netz, das trägt und federt und das ICF eigens hervorhebt. Bei Direktionssesseln aus Aluminium ist das selten: der Charakter hängt hier buchstäblich an einem Faden.
Sieben Farbstellungen stehen zur Wahl: Schwarz, Blau, Graphit, Hellgrau, Weiss-Schwarz, Greige und Taupe. Das Netz ist auf 50.000 Wyzenbeek-Zyklen geprüft, sitzt als gespannte Bahn im Rahmen aus stranggepresstem Aluminium und lässt sich auf zwei Arten einsetzen: als Rückenlehne über einem Sitz in Stoff oder Leder, oder als Rücken und Sitz zugleich. Daneben steht das einfarbige Nylonnetz aus 75 % Vinylharz und 25 % Polyester.
Entworfen hat die Cloud Sottsass Associati, 1998. Von Raum zu Raum ändert sich ein Detail: im Chefbüro die Task-Armlehne mit Polyurethan-Auflage, in drei Rückenhöhen; am Bildschirmarbeitsplatz dieselbe Task, nach EN 1335 Typ B; im Sitzungszimmer die geschlossene Meeting-Armlehne aus Aluminium, auf vier Sternen mit Gleitern oder fünf mit Rollen, neben den Konferenzstühlen des Hauses; im Vorzimmer kann derselbe Sessel den Gast aufnehmen, der wartet. La Mercanti legt das elastische Netz neben das Nylonnetz, damit die Entscheidung in der Hand fällt und nicht auf dem Foto.
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Nur die Höhe, nicht der Rest. Die Cloud Chair gibt es mit drei Rückenlehnen: die niedrige endet bei 83 bis 96 cm Gesamthöhe, die mittlere bei 90 bis 103, die hohe bei 100 bis 113, jeweils von der tiefsten bis zur höchsten Stellung der Gasfeder. Breite und Tiefe bleiben gleich, Armlehnen und Fusskreuz ebenfalls, und der Rahmen ist derselbe. Für ein Sitzungszimmer heisst das: eine Reihe niedriger Lehnen und ein hoher Platz am Kopfende sind sichtbar dieselbe Familie. Beim Gewicht unterscheidet sich nur die hohe Lehne, mit 16 bis 17 kg statt 15 bis 16.
Zuerst trocken: ein weiches Tuch genügt im Alltag. Bei einem Fleck nimmt man ein leicht mit Wasser und Neutralseife befeuchtetes Tuch, tupft vom Rand zur Mitte und trocknet sofort nach. Direkte Sonne und Heizkörper meidet man. Für die Pflege stellt ICF Leather Soft Cleaner und Leather Protection Cream bereit, zwei- bis dreimal im Jahr angewendet. Das Leder der Cloud ist anilingefärbt, mit leichter Zurichtung und vegetabil nachgegerbt: Narben und Falten gelten als Zeichen der Herkunft, nicht als Mangel, und Muster und geliefertes Leder stimmen laut ICF nie exakt überein.
Zu drei Vierteln aus Aluminium. ICF hat es am Code SAM.117 ausgewiesen: 75 % Aluminium, 13 % Kunststoff, 4 % sonstige Metalle, 8 % Verschiedenes, jeweils nach Gewicht. Für den Einkauf bedeutet das ein Möbel, dessen Hauptmaterial sichtbar bleibt und nicht unter Polstern verschwindet, und für das Lebensende, dass der grösste Teil ein Metall ist, das sich bei getrennten Bauteilen zurückgewinnen lässt. ICF weist darauf hin, dass die Anteile je nach Modell und Oberfläche leicht abweichen.
Ja, und ICF sagt es selbst: die Cloud ist ein Stuhl, der mit dem Bezug den Charakter wechselt, «wichtig oder lebhaft», je nachdem, was man ihm anzieht. Die Palette ist breit: Stoffkollektionen in den Kategorien B, C und F, Leder in fünfzehn Farben, dazu die Netze. Ein Sitz in Leder mit dunkler Struktur liest sich im Verwaltungsrat anders als derselbe Rahmen in Weiss mit einem Tonal-Stoff im Projektbüro, und beide sind derselbe Code bis auf die Buchstaben für den Bezug. Wer mehrere Räume ausstattet, zieht die Form durch und setzt die Stimmung pro Raum.
Beides, und die Gebrauchsanleitung trennt sauber. Für Stühle an Bildschirmarbeitsplätzen nennt ICF die Konformität Typ B der Bürostuhlnorm, für Besucher- und Objektbestuhlung UNI EN 15373 Stufe 2 und EN 13761. Die Task-Ausführung wird für Arbeits- und Direktionsplätze deklariert, die Meeting-Ausführung für Sitzungszimmer und Besucher. Damit deckt eine Familie die Plätze eines ganzen Stockwerks ab, vom Einzelbüro bis zum Wartebereich davor, ohne dass sich Rahmen oder Bespannung ändern. Was sich ändert, ist die Armlehne, mit Auflage oder geschlossen, und bei Bedarf die Höhe der Lehne.
Die Lordosenstütze ist bei der Cloud ein Zubehör mit eigenem Code. Sie lässt sich jederzeit anbringen, im Sitzen einstellen und wieder abnehmen. Fünf Handgriffe, so wie sie am Sessel aufeinander folgen.
Die Cloud Chair kommt ohne Lordosenstütze. Sie steht im Katalog von ICF als Zubehör unter dem Code SLXN: schwarz, aus Polyurethan-Schaum, höhenverstellbar. Wer sie von Anfang an will, schreibt den Code neben den des Sessels; wer sie erst später braucht, bestellt sie nach, denn ICF gibt an, dass sie in jedem Moment angebracht oder entfernt werden kann.
Die Stütze ist nicht Teil der Struktur, deshalb kann derselbe Sessel jederzeit zwischen zwei Zuständen wechseln: ohne Stütze für den Gast am Sitzungstisch, mit Stütze für den Platz, an dem jemand den ganzen Tag sitzt. ICF beschreibt genau diese Wahlfreiheit als Eigenschaft des Zubehörs, und sie gilt für alle Rückenhöhen und beide Armlehnen gleichermassen.
Eingestellt wird im Sitzen, nicht neben dem Sessel: man greift die Stütze mit beiden Händen und schiebt sie nach oben oder nach unten. Der Verstellweg beträgt nach Angabe von ICF 6 cm. Das reicht, um die Position für verschiedene Körpergrössen zu finden, ohne aufzustehen, und es ist der Grund, warum man die Stütze erst nach der Sitzhöhe einstellt.
Als Richtwert nennt die Gebrauchsanleitung die Höhe der Nieren: dort sitzt die Stütze in der Regel richtig. Man lehnt sich an, prüft, ob der untere Rücken getragen wird, und korrigiert um einen Zentimeter nach oben oder unten. Weil sich die Stütze jederzeit nachschieben lässt, darf die erste Einstellung am ersten Tag auch zweimal geändert werden.
Sobald die Stütze sitzt, erhöht sie nach ICF automatisch die Spannung der Rückenbahn: der Rücken wird straffer, ohne dass an der Mechanik etwas verstellt werden muss. Wer die Stütze wieder abnimmt, bekommt die ursprüngliche Spannung zurück. Darum lohnt es sich, die Stütze zuerst zu setzen und erst danach den Gegendruck der Neigung einzustellen.