Ein Museum als Doppelhelix: Ben van Berkel in Stuttgart

Ben van Berkel, Architekt des Mercedes-Benz Museums und Designer von Node+

Wer das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart besucht, beginnt ganz oben und geht auf zwei ineinander verschlungenen Rampen nach unten, deren Verlauf der Doppelhelix der DNA nachempfunden ist: eine führt durch die Sammlung, die andere durch die Mythos-Räume, und immer wieder kreuzen sie sich. Der Grundriss folgt einem Kleeblatt, die Fläche beträgt 25 000 Quadratmeter. Entworfen hat ihn Ben van Berkel, Mitgründer des Amsterdamer Büros, das er 1988 mit Caroline Bos eröffnete und das seit 1999 als UNS arbeitet, lange unter dem Namen UNStudio. Zu seinen bekanntesten Bauten zählen die Erasmusbrücke in Rotterdam und das Möbius-Haus.

Die Frage, wie sich Menschen durch einen Raum bewegen, stellt er auch bei Möbeln. Sein Sofasystem Node+ für LaCividina aus dem Jahr 2021 lässt sich linear oder doppelseitig zusammensetzen, auf Holzsockeln in rechteckiger, quadratischer oder halbrunder Form. Für Schweizer Empfangshallen und Büros stellt La Mercanti die Inseln aus diesen Elementen zusammen.