Eine Retrospektive in Lausanne, bevor sie vierzig war: Constance Guisset
Von September 2016 bis Januar 2017 widmete das mudac in Lausanne, das Museum für zeitgenössisches Design und angewandte Kunst, Constance Guisset eine Retrospektive und liess dazu eine Monografie erscheinen. Für eine Designerin, die ihr Pariser Studio erst 2009 gegründet hatte, ist das ein ungewöhnlich früher Rückblick, und er zeigte, wie breit der Weg dorthin war: ein Studium an der ESSEC und an Sciences Po, ein Jahr im Parlament in Tokio, dann der Wechsel zum Design und 2007 der Abschluss an der ENSCI in Paris. Ihre Objekte stehen heute in den Sammlungen des FNAC, des CNAP und des Centre Pompidou, und jedes davon verfolgt dieselbe Absicht: Bewegung, die durch Leichtigkeit oder Überraschung sichtbar wird, bei gleichbleibendem Anspruch an Komfort und an den Empfang des Körpers.
Mit dieser Haltung entstand 2018 Waves für LaCividina, ein Sitzsystem aus gepolsterten Inseln, die sich mit Magneten verbinden und ihre Landschaft mit dem Stoff wechseln, blau wie Wellen, grau wie Felsen, grün wie Hügel. Schweizer Projekte holen die Familie über La Mercanti in Empfang, Lounge und Wartezone.