Theater- und Saalbestuhlung Mura von Lamm, Blick über die Reihen

Schwerkraft statt Feder: Mura von Lamm kehrt nach dem Aufstehen allein in die Ruhelage zurück

Lamm
Mura
Mura Eine Ikone des italienischen Designs
AB CHF 2,800

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Projektkonditionen für Unternehmen, Fachkunden und Planungsbüros

Der letzte Gast ist hinaus, und niemand muss durch die Reihen gehen. Bei Mura von Lamm gibt die Schwerkraft den Sitz frei, sobald er entlastet wird: Er kippt nach oben, gebremst von einem Dämpfer, der die Bewegung bis zum Anschlag verlangsamt. Im selben Zug senkt sich die Rückenlehne und stellt sich senkrecht. Keine Feder, die mit den Jahren nachlässt, kein Schlag, wenn sich jemand mitten im Vortrag erhebt.

Gino Gamberini hat diese Mechanik in einen Sessel von kleinen Abmessungen gelegt, bei dem Sitz und Lehne in der Ruhelage bündig mit den Seitenteilen abschliessen. Das Resultat ist messbar: Offen braucht Mura 68 oder 71 cm Tiefe, je nach Lehne, in der Ruhelage noch 30 cm. Entscheidend ist dabei weniger die Zahl als die Tatsache, dass sie sich von selbst einstellt, Abend für Abend, ohne dass jemand nachhilft.

Für die Theater- und Saalbestuhlung heisst das: Zwischen den Reihen bleibt nach dem Aufstehen mehr Raum, als die 85 cm Reihenabstand auf dem Plan vermuten lassen. Das ist der Grund, warum wir den Dämpfer für wichtiger halten als jede Bezugsfarbe, und warum wir ihn bei jeder Abnahme einzeln prüfen.

Mura steht wahlweise auf einer Traverse oder auf Seitenteilen, die bis zum Boden reichen, mit hoher oder niedriger Lehne, und für Vorlesungssäle der Universitäten mit einem Schreibtablar, das im Seitenteil verschwindet. Bei La Mercanti wird eine Reihe erst übergeben, wenn jeder Sitz von selbst und ohne Geräusch schliesst.

Technische Informationen auf Basis der vom Hersteller angegebenen Daten.

Kollektion: Mura
Hersteller: Lamm – Lamm S.r.l., San Secondo Parmense (Parma), Italien
Design: Gino Gamberini
Produkt: Sessel für Konferenzsäle und Auditorien, kompakt gebaut, mit kleinen Abmessungen und hohem Sitzkomfort
Varianten: Standard mit geschlossenem Sitz und Rücken bündig zu den Seitenteilen; Seitenteile bis zum Boden oder auf Traverse; Rücken hoch oder niedrig
Aufstellung: auf ebenen und geneigten Böden oder auf Stufen, in geraden oder gebogenen Reihen
Achsmass: 53 bis 56 cm
Abstand der Reihen: 85 cm auf ebenem Boden · 90 cm auf Stufen · in gebogenen Reihen mindestens 85 cm
Kleinster Kurvenradius: 15 m (Standard)
Sitz und Rücken: Schichtholzkern, Polster aus flammhemmendem, formstabilem Polyurethanschaum; Rücken in zwei Höhen erhältlich
Mechanik: Schwerkraftsystem: der entlastete Sitz kippt mit gedämpfter Soft-Close-Bewegung hoch; synchron senkt sich der Rücken und stellt sich senkrecht, der Platzbedarf sinkt und zwischen den Reihen entsteht Raum für Zugang, Ausgang, Reinigung und Unterhalt
Seitenteil: 30 cm tief, gleicher Aufbau wie der Sitz (Kern und Schaum), Bezug aus Stoff, Leder oder Kunstleder
Seitenteil auf Projekt: 24 cm tief (kein Schreibtablar möglich)
Fuss und Bodenbefestigung: Fuss aus Stahlblech mit kratzfester, korrosionsschützender Epoxid-Pulverbeschichtung, am Boden befestigt
Farben von Fuss und Traverse: Schwarz RAL 9005 halbmatt · Silber halbmatt · Bronze strukturiert · Graphit strukturiert
Variante auf Traverse: Traverse für 2 oder 3 Plätze aus lackiertem Stahlrohr mit quadratischem Querschnitt; lackierter Stahlfuss alle 2/3 Plätze am Boden befestigt; Seitenteile als Paneele einheitlicher Höhe auf der Traverse, einzig in der ersten Reihe bis zum Boden
Schreibtablar: Zubehör ausschliesslich für das Seitenteil von 30 cm; Platte aus schwarzem HPL-Schichtstoff, Gelenk aus Aluminium-Druckguss, versenkt sich mit Antipanik-Bewegung im Seitenteil
Zubehör: Schreibtablar · Platz- und Reihenkennzeichnung · Vorbereitung für Elektrifizierung (Steckdose auf Wunsch) · Rollensystem zum Wegstellen der Sessel ausser Gebrauch, nur bei am Boden befestigten Füssen und geraden Reihen
Höhen: 82 cm gesamt mit niedrigem Rücken, 96 cm mit hohem Rücken · Seitenteil 68 bzw. 83 cm · Sitz 47 cm
Tiefen: geschlossen 30 cm (Sitz und Rücken bündig zum Seitenteil) · Rücken in Gebrauchsstellung 38 bzw. 41 cm · Sitz offen 68 bzw. 71 cm · Schreibtablar offen 73 bzw. 76 cm (niedriger bzw. hoher Rücken)
Dicke des Seitenteils: 7 cm, von vorn gesehen
Bezugskategorien: Kat. 1 Inca, King, Trevi CS · Kat. 2 Silvertex, Extrema Au · Kat. 3 Luna CS, Revive 1 (Kvadrat), Remix 2 (Kvadrat) · Kat. 4 Steelcut Trio 3 (Kvadrat), Leder
HPL-Schichtstoff: Schwarz (Schreibtablar)
Lackiertes Massivholz: Buche, Eiche
Polster: CertiPUR®-zertifiziert
Holzteile: geringe Formaldehydemission
Auszeichnung: Compasso d'Oro ADI, XV. Ausgabe (1989), für die erste Version
Prüfung: nach den europäischen Normen geprüft

La Mercanti Srl — Ihr Partner für Design- und Contract-Projekte seit 1997.
San Benedetto del Tronto (AP), Italy · +39 0735 753833 · info@lamercanti.com
Lieferung, Angebote, Leistungsverzeichnisse und Projektunterstützung in der ganzen Schweiz.

Wann sie die richtige Wahl ist

  • Wenn die Seitenteile die Reihe tragen sollen, vom Boden oder von einer Traverse aus, als durchgehende gepolsterte Front.
  • Wenn die Saalbreite mit einem Achsmass von 53, 54, 55 oder 56 cm ausgenutzt werden soll.
  • Wenn das Tablar nach Gebrauch im Seitenteil versenkt sein soll statt hinter der Lehne.

Wann eine andere Lösung besser passt

  • Braucht der Saal einklappbare Armlehnen und ein Tablar an der Lehnenrückseite bei 58 oder 60 cm, führt der Weg zu Genya von Lamm.

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CHF 150

Betrag wird mit der ersten Bestellung verrechnet

Häufige Fragen

Wie viele Sessel passen in eine Reihe, wenn die Saalbreite feststeht?

Das entscheidet das Achsmass, und bei Mura ist es nicht fix: Lamm gibt 53 bis 56 cm von Sitzmitte zu Sitzmitte an. Auf derselben Breite von Wand zu Wand bringt das kleinere Achsmass einen Platz mehr pro Reihe, das grössere mehr Ellbogenfreiheit. Dazu kommen die beiden Seitenteile am Ende, je 7 cm dick. Wer die Plätze zählt, rechnet also mit der realen Breite und wählt das Achsmass, das die Rechnung aufgehen lässt.

Wie findet das Publikum seinen Platz in einer Reihe aus Mura?

Über zwei Zubehörteile, die Lamm getrennt führt: die Kennzeichnung der Reihe und die Kennzeichnung des Platzes. Beide sitzen am Sessel selbst und werden mit der Bestellung festgelegt, weil die Nummernfolge der Logik der Eingänge folgen muss und nicht umgekehrt. Für den Betreiber eines Saals mit nummerierten Tickets ist das der Unterschied zwischen einem Einlass, der von selbst läuft, und einem, bei dem das Personal jede Reihe erklärt.

Ab welchem Radius lässt sich Mura in einem Bogen aufstellen?

Ab 15 m, das ist der Standardradius des Herstellers für gebogene Reihen. Dazu gehört ein Reihenabstand, der auch in der Kurve nicht unter 85 cm fällt, gleich viel wie bei geraden Reihen auf ebenem Boden. Ein Radius von 15 m ergibt eine sanfte Krümmung; wer eine engere Kurve zeichnet, verlässt den Standard und muss das vorab mit Lamm klären.

Wo bleibt das Schreibtablar, wenn es nicht gebraucht wird?

Im Seitenteil. Das Tablar von Mura ist eine schwarze Platte aus HPL-Schichtstoff, getragen von einem Gelenk aus Aluminium-Druckguss; nach Gebrauch versenkt es sich vollständig im Seitenteil, mit einer Antipanik-Bewegung, die den Weg nach draussen nicht versperrt. Voraussetzung ist ein 30 cm tiefes Seitenteil: die Projektvariante mit 24 cm hat dafür keinen Platz.

Wie oft steht auf der Traverse ein Fuss am Boden?

Alle 2 oder 3 Plätze, so lang ist jede Traverse. Sie besteht aus lackiertem Stahlrohr mit quadratischem Querschnitt und trägt die Seitenteile als Paneele einheitlicher Höhe; einzig die erste Reihe darf Seitenteile bis zum Boden haben. Im Reihenplan werden die Plätze deshalb in Zweier- und Dreiergruppen gezeichnet, so wie die Traversen sie tragen.

Sichtlinien einer Mura-Reihe auf Stufen prüfen: fünf Masse, die zählen

Mit den Massen aus den Zeichnungen von Lamm lässt sich vor der Bestellung prüfen, ob jede Reihe von Mura auf Stufen über die Köpfe der Vorderreihe hinwegsieht, und welche Lehne der Saal braucht.

Die Gesamthöhe je Lehne notieren

Mura ist mit niedrigem Rücken 82 cm hoch, mit hohem Rücken 96 cm. Diese zwei Zahlen sind der Ausgangspunkt jeder Sichtlinie: Sie beschreiben, was die Reihe dahinter vor sich hat, wenn alle Plätze besetzt sind. Beide Werte werden auf dem Schnitt des Saals eingetragen, bevor über Stufenhöhen gesprochen wird.

Das Auge auf 47 cm setzen

Die Sitzhöhe von Mura beträgt 47 cm, unabhängig von der Lehne. Von hier aus wird die Augenhöhe der sitzenden Person angenommen und als Linie zur Bühne oder zum Rednerpult gezogen. Diese Linie darf die Oberkante der Lehne davor nicht schneiden, sonst bleibt der Blick hängen.

Die Seitenteile als Kante einrechnen

Das Seitenteil von Mura ist 68 cm hoch beim niedrigen Rücken und 83 cm beim hohen. Am Gang und an den Enden der Reihe ist es die Kante, die man von schräg hinten sieht; auf der Zeichnung wird sie als zweite Höhe neben der Lehne geführt, damit auch die seitlichen Plätze geprüft werden.

Auf Stufen 90 cm ansetzen

Auf Stufen zeichnet Lamm die Reihen von Mura mit 90 cm Abstand, auf ebenem Boden mit 85 cm. Mit dem Reihenabstand und der Stufenhöhe wird der Winkel der Sichtlinie bestimmt. Grösserer Abstand auf der Stufe heisst: die Reihe dahinter rückt nach hinten und nach oben, und die Linie wird flacher.

Die Lehne für den Saal wählen

Erst wenn die Linien aller Reihen gezeichnet sind, wird die Lehne gewählt: der hohe Rücken mit 96 cm, wenn die Linien darüber hinwegführen, der niedrige mit 82 cm, wenn eine Reihe sonst in die Lehne davor schaut. Entschieden wird für den Saal, nach dem Ergebnis der Prüfung und nicht nach dem Katalogbild.